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Der Höllenhund

Sonntag, August 29th, 2010

Dieses Modell steckt seit einiger Zeit in den Kinderschuhen fest. Aufgeben wollte ich es bisher noch nicht und ich bin mir recht sicher, dass ich es irgendwann fortsetzen werde. Der Winter steht vor der Tür und kalte Wintertage und -nächte laden geradezu dazu ein.

Nachdem ich für die Klaue ja die Vorlage quasi direkt am Arm hatte und beim Alien eher drauflos modelliert hatte wollte ich bei diesem Modell schon von Anfang an sicher gehen, dass ich die Proportionen richtig habe. Zu diesem Zweck wurde das Internet nach Bildern und Informationen zur Anatomie von Hunden durchstöbert. Nach einiger Suche bin ich auch auf Skizzen des Skelettaufbaus gestossen die den Hund sowohl von der Seite als auch von Vorne zeigen. Diese wurden in ihrer Grösse angepasst, ausgedruckt und der grundlegende Aufbau mit allen wichtigen Gelenken markiert.

Höllenhund Anatomie

Höllenhund Anatomie

Diese Proportionen wurden dann auf das Drahtmodell übertragen, wobei ich den Schwanz absichtlich länger gemacht habe. Die Drähte wurden so gelegt, dass jeweils die linksseitigen und rechtsseitigen Läufe aus einem Draht bestehen. Zusätzlich noch je ein Draht der jeweils Bestandteil beider Hinter- bzw. Vorderläufe ist. Das alles dann im Bereich des Rückgrats an den Drähten befestigt die den Kopf und Schwanz ausmachen. Alles sorgfältig umwickelt und die Gelenke entsprechend der Proportionskarte markiert.

Danach wurde das noch recht langweilig aussehenden aber sehr stabile Drahtmodell so lange bespielt und gebogen bis eine dynamischere Pose entstand die auch später das ganze Modell ausmachen sollte. Heraus kam eine Haltung die mir sehr gut gefällt und ein wenig an einen pirschenden Hund erinnert, der Mitten im Schritt anhält.

Nachdem ich mit der Pose zufrieden war wurde das Skelett auf einem Holzklotz fixiert. Danach noch einen Klumpen Alufolie im Bereich des Brustkorbs umgeschnallt und alles vom Becken über das Rückgrat bis zur Schulter mit Epoxy fixiert.

Höllenhund Skelett vorne

Höllenhund Skelett vorne

Höllenhund Skelett oben

Höllenhund Skelett oben

In diesem Zustand befindet sich das Modell nun seit einiger Zeit und wartet auf meine Aufmerksamkeit. Ob, wann und wie es weiter geht werden wir dann sehen.

Knubbelix

Das Alien

Sonntag, August 29th, 2010

Nach dem ersten Fimo Projekt wollte ich auch andere Modelliermassen ausprobieren. Meine nächste Wahl war das amerikanische Sculpey, hier speziell das Sculpey Living Doll. Diese Masse ist, wie der Name bereits andeutet, für Puppen gedacht und wurde in vielen Foren für ihre leichte Knetbarkeit und die glatte Oberfläche gelobt. Also in der Bucht einen grossen Block in Hautfarbe bestellt und schon konnte es losgehen.

Inspiriert durch die StarWars Zeichentrickserie sollte es diesmal ein Alien werden. Genauer gesagt eine Alienbüste. Ich hatte mich vorher von Köpfen und Gesichtern fern gehalten, da ich diese für sehr schwer halte. Aber man kann nicht nur Körperteile modellieren und Übung macht schlauer.

Auch für dieses Modell musste zunächst ein Unterbau geschaffen werden um dem Modell seine Stabilität zu verleihen und die Kosten an Modelliermasse zu reduzieren. Nach den guten Erfahrungen bei der Klaue fiel auch hier die Wahl auf ein Gerüst aus Draht und Alufolie. Beides ist günstig zu haben und sehr einfach zu verarbeiten.

Alien Unterbau

Alien Unterbau

Alien Unterbau verkleidet

Alien Unterbau verkleidet

Auch dieses Projekt hat einiges an Zeit “gefressen” musste allerdings wegen der Modelliermasse aufgegeben werden. Das Sculpey Living Doll hat im Vergleich zum Fimo Soft einen sehr geringen Stand und eine hohe Elastizität. Beides eher Nachteile wenn man feinere Details modellieren möchte. Flächige Verformungen sind eher Glücksache da die Masse sich in ihrer Gesamtheit verschiebt und nachdem man den Druck weg nimmt ein gutes Stück zurück kommt. Sehr unbefriedigend. Aber egal, wieder was gelernt und auch der erste ernsthafte Anlauf auf einen Kopf ist deutlich besser gelaufen als ich zu Beginn gehofft hatte.

Alien 1

Alien 1

Alien 2

Alien 2

Alien 3

Alien 3

Das nächste Projekt wird vermutlich wieder mit Fimo gemacht werden. Wobei das Living Doll ja nur eins von vielen Sculpey Produkten ist und ich sicherlich nochmal was mit dem “normalen” Sculpey modellieren werde.

Knubbelix

Die Hand

Sonntag, August 29th, 2010

Nach den ersten Versuchen mit einer lufthärtenden Masse musste was her, dass ich länger bearbeiten konnte. Die Wahl fiel auf Fimo Soft von Eberhard Faber. Grossartiges Material, leicht zu kneten, Farben lassen sich mit ein wenig Muskelkraft beliebig mischen und härtet erst beim Backen im Ofen aus. Wenn man also den Staub fern hält kann man beliebig lange am Modell arbeiten und erst dann fixieren wenn man wirklich zufrieden damit ist.

Für die Hand oder Klaue die ich modellieren wollte musste zunächst ein Unterbau her, der die Masse trägt und ihr eine gewisse Stabilität verleiht. Im nächsten Baumarkt ein paar Rollen Draht unterschiedlicher Dicke gekauft und ein Drahtskelett gebaut, welches ganz grob meiner linken Hand entspricht.

Hand Skelett

Hand Skelett

Aus Wasserrohren einen Fuss gebaut an dem ich das Drahtmodell befestigen konnte und es so nicht mehr auf den Tisch auflegen musste, sobald die erste Masse aufgebracht war. Denn auch wenn Fimo relativ stabil ist drückt man sich doch wieder Dellen in das Modell, was gerade in späteren Stadien des Projekts extrem Nerven kosten würde. Da die Halterung nicht zu gross ist und gänzlich aus Metall besteht kann sie auch zum Backen mit in dem Ofen.

Halterung

Halterung

Für die Nägel hab ich kleine Drahtschlaufen gefertigt und die Form modelliert. Damit das Ansetzen an die Hand einfacher von der Hand geht und die Form der Krallen nicht wieder zerdrückt wird hab ich diese im Ofen ausgebacken und erst völlig gehärtet an die Hand angesetzt. Dadurch war es viel einfacher den Übergang von Haut zu Kralle zu modellieren.

Die Krallen

Die Krallen

Das ganze Projekt hat einige Stunden wie im Fluge vergehen lassen. Wenn ich mich erstmal in die Detailarbeit gestürzt hatte war jegliches Gefühl für Zeit dahin. Alles in allem sind für die Klaue gut 50 Stunden dahin geflossen.

Die Hand Ansicht 1

Die Hand Ansicht 1

Die Hand Ansicht 2

Die Hand Ansicht 2

Die Hand Ansicht 3

Die Hand Ansicht 3

Fimo ist definitiv eine richtig gute Modelliermasse und die Klaue sicherlich nicht das letzte Projekt, dass ich mit dieser Masse machen werde.

Knubbelix