Neben einer guten Modelliermasse braucht man noch ein paar Werkzeuge damit das Modellieren so richtig Spass macht und nicht zum Krampf wird. Vieles davon findet sich in jedem Haushalt und kann recht leicht zweckentfremdet werden. Darunter unter anderem:
- Messer zum Portionieren oder Falten von Fimoplatten
- kleine Löffel können als Spachtel verwendet werden um grosse Flächen zu glätten
- Lineal oder Massband
- Schaschlikspiesse aus Holz oder Metall
- Backpapier als Unterlage zum Kneten und Ausrollen der Masse
Was so richtig gut funktioniert sind die ganzen fies aussehenden Sonden, Kratzer und Werkzeuge die man so von seinem Zahnartbesuch kennt. Es gibt Anbieter die diese aufkaufen, zusammenstellen und dann zu einem recht vernünftigen Preis zum Beispiel in der Bucht anbieten. Oder einfach mal beim eigenen Zahnarzt nachfragen.

Zahnarztbesteck
Es gibt auch für recht viel Geld so genannte Clay- und Colorshaper. Diese haben einen Stiel wie ein Pinsel und eine Spitze aus Gummi in verschiedenen Formen und Härten. Aber knapp 40 Euro waren mir bisher immer zu teuer um es zu testen. Aber mit ein wenig Geduld kann man sich auch eigene bauen, wie oben links im Bild zu sehen. Hierbei wurden einfach Schrumpfschläuche aus dem Elektronikbereich in verschiedenen Dicken ineinander geschoben und mit einem Feuerzeug an eines der Enden der Sonde geschrumpft. Einfach lang genug anfangen, dann kann man hinterher mit einem sehr scharfen Messer verschiedene Köpfe schneiden.
Draht und Alufolie als Unterbau hatte ich in diversen Beiträgen bereits erwähnt. Was auch sehr hilfreich ist ist ein Zwei-Komponenten-Epoxy. Dies bekommt man im Baumarkt in der Form von zwei Knetwürsten die man einfach zu gleichen Teilen vermengt. Hierbei unbedingt Handschuhe tragen, da dieses Zeug bevor es ausgehärtet ist nicht wirklich gesund ist. Es eignet sich sehr gut um Stellen im Drahtskelett zu fixieren, da es steinhart wird. Siehe Das Alien

Alien Unterbau
Ein weiteres sehr hilfreiches Produkt zum Modellieren ist Frischhaltefolie. Zum einen kann man seine Fimoreste darin einwickeln und so sauber und “frisch” halten. Neben dieser offensichtlichen Anwendung eignet es sich aber auch sehr gut für die Bearbeitung von Oberflächendetails. Hierbei wird die Modelliermasse mit der Frischhaltefolie abgedeckt und erst dann mit diversen Werkzeugen bearbeitet. Dies verhindert, dass das Werkzeug die Oberfläche zerkratzt oder einreisst.
Und aus Fimoresten lassen sich leicht Oberflächenstempel erzeugen mit denen man Muster wie Schuppen, Fell, Beulen und anderes direkt in das noch weiche Fimo pressen kann. Dies ist besonders Praktisch für grosse Flächen die gleichmässig aber nicht nicht monoton werden sollen.

Fimostempel
Als letzten Arbeitsschritt vor dem Backen kann man noch die Oberfläche vorsichtig mit einem weichen Schwamm und Spiritus abtupfen. Am besten das Modell vorher eine Zeit lang in Ruhe lassen, so dass die Masse abkühlt und fester wird. Im Winter einfach kurz abgedeckt vor die Tür stellen. Der Spiritus weicht die Oberfläche etwas an und man kann zum Beispiel Fingerabdrücke und Krümel relativ einfach und problemlos ohne das Detail zu beschädigen entfernen. Hierbei ist weniger mehr!
Knubbelix